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Nervenkompressionsyndrome

Symptome und Ursachen

Beim Nervenkompressionssyndrom handelt es sich um chronische Druckschäden eines peripheren Nervs in einem anatomischen Engpass (sog. Engpasssyndrom). Als solches ist es von dem akuten Schaden eines peripheren Nervs durch äußere Druck- oder Gewaltanwendung zu unterscheiden.
Bei den Engpässen, an denen das Nervenkompressionssyndrom auftritt, handelt es sich um Stellen, an denen Muskeln, Bänder oder Sehnenplatten den anatomischen Raum der Nerven einengen. Monotone Bewegungen, Narbenbildung nach vorangegangenen Operationen und Muskelhypertrophie durch körperliches Training können dazu führen, dass dieser Raum weiter eingeengt wird und typische Symptome auftreten. Zu diesen zählen Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln, Sensibilitätsstörungen  und motorische Defizite in den Gebieten des Körpers, die von dem betroffenen Nerv versorgt werden.

Häufig vorkommende und von uns oft therapierte Nervenkompressionssyndrome sind:

  • Karpaltunnel-Syndrom
  • Sulcus-Ulnaris-Syndrom
  • Thoracic-Outlet-Syndrom

Diagnose,Therapie und Operationsverfahren

In der Regel besteht zunächst die Möglichkeit, eine konservative (nicht-operative) Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten und Ruhigstellung bzw. Schonung der betroffenen Körperregionen durchzuführen. Helfen die konservativen Maßnahmen zur Besserung der Beschwerden nicht aus, kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein.

Von entscheidender Bedeutung für die Auswahl des Operationsverfahrens, sind die Symptomatik und die Lokalisation der Schädigung. Ziel jeder – in der Regel ambulanten - Operation ist es, eine Druckentlastung für den Nerv herbeizuführen und die Ursachen der Nervenschädigung zu beseitigen. Je nach Art der Symptomatik und Lokalisation des Nervenkompressionssyndroms  kann dies entweder eine Beseitigung der Engstelle und/oder eine Verlagerung der Nerven beinhalten. Die Vorgehensweise hängt von der jeweiligen Diagnose ab. Dank unserer hervorragenden Ausstattung und langjährigen Erfahrung ist es uns möglich, besonders schonend zu operieren und somit den Heilungsprozess erheblich zu verkürzen. Nach einer Operation können das Anlegen eines leichten Kompressionsverbandes und eine Ruhigstellung der betroffenen Körperregion sinnvoll sein, um einen verbesserten Heilungsverlauf zu erreichen.

Unsere Leistungen

  • multimodales konservatives Therapiekonzept
  • Mikrotherapie (minimalinvasive Schmerztherapie einschließlich Facetteninfiltrationen, PRT und EDT)
  • miroskopische, minimal-invasive und endoskopische Operationen. Die endoskopische Chirurgie bezeichnet man auch als "Schlüssellochtechnik". Moderne Endoskope bieten die Möglichkeit, durch sie hindurch Operationen durchzuführen. Minimal-invasive Chirurgie (MIC) bezeichnet als Oberbegriff operative Eingriffe mit kleinstem Trauma (mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen). Im Allgemeinen werden darunter Hautschnitte von weniger als 4 cm Länge verstanden.
  • elektrophysiologisches Monitoring zur Kontrolle der Nervenfunktionen während der OP
  • ein Team aus hervorragend ausgebildeten Chirurgen, Anästhesisten und Fachpflegekräften, Physiotherapeuten und Schmerztherapeuten und eine im Rhein-Main-Gebiet einzigartige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Unfallchirurgen, Orthopäden und Neurologen innerhalb unserer Fachabteilung und den septischen Chirurgen der BGU
  • langjährige Erfahrung in der konservativen und operativen Behandlung von Nervenkompressionsyndromenmultimodales konservatives Therapiekonzept

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Thoracic Outlet Syndrom

Was ist das Thoracic outlet Syndrom?

Bei dem TOS wird durch eine Engstelle im oberen Brustkorbbereich oder im Bereich der Schulter Druck auf die Nerven und/oder die Blutgefäße, die in den Arm ziehen, ausgeübt. Der Druck kann vorübergehend oder dauerhaft auf das Gefäß/Nervenbündel wirken. Es gibt mehrere Engstellen durch die das Bündel bestehend aus Plexus brachialis, Arteria und Vena subclavia zieht. Die Enge ist meistens angeboren, zusätzliche Faktoren wie das Vorhandensein einer Halsrippe, vermehrtes Muskelwachstum (z.B. bei Kraftsport) oder auch Folgen einer Verletzung können die Enge jedoch verstärken. Unter dem Überbegriff des Thoracic Outlet Syndrom werden das Skalenussyndrom, das Halsrippensyndrom, das Kostoklavikularsyndrom, das Pectoralis minor Syndrom und Thoracic Inlet Syndrom zusammengefast.

Welche Symptome können auftreten?

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Typisch sind Schmerzen die von der Rückseite der Schulter oder der Achselhöhle bis in Ringfinger und Kleinfinger des Armes (versorgt durch den Ellennerven) ausstrahlen. Es können Kribbelgefühle im gesamten Arm auftreten. Das Gefühl das der Arm einschläft tritt häufig nachts auf. Im fortgeschrittenen Stadium findet sich ein Schwächegefühl. Ein Abheben des Armes, z.B. bei Überkopfarbeiten, kann die Beschwerden verschlimmern. Ist die Arterie betroffen kann die Hand des betroffenen Armes blass und kalt sein.

Wie stellt der Arzt ein TOS fest?

Es gibt verschieden klinische Tests die Hinweise auf ein TOS geben. Zusätzlich benötigt man Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule und des Brustkorbes, Ultraschalluntersuchungen der Gefäße, eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Armes und Kontrastmitteluntersuchungen der Gefäße. In manchen Fällen wird auch eine CT oder MRT der Schulter benötigt.

Wie wird das TOS behandelt?

Es gibt konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten. In den meisten Fällen ist eine konservative Therapie bestehend aus gezielter Physiotherapie, Ergotherapie und physikalischen Maßnahmen (Wärmeanwendung) das Mittel der Wahl. Manchmal werden begleitend Medikamente verabreicht.

Ist die konservative Therapie nicht erfolgreich oder die Erkrankung schon weiter fortgeschritten kann eine operative Behandlung notwendig sein. Ziel der operativen Behandlung ist die Beseitigung der Engstelle.

Wir beraten sie gerne welche Behandlungsmöglichkeiten für Ihren Fall sinnvoll sind.

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Karpaltunnelsyndrom

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Das Karpaltunnelsyndrom (CTS) wird durch Druck auf den Nervus medianus (Mittelarmnerv) im Karpaltunnel am Handgelenk verursacht. Dieser Druck ist Folge von einer Schwellung des Tunnelinhaltes oder einer Verkleinerung der Tunnelkapazität. Dies kann z.B. durch eine Gelenkhautentzündung, Arthrose im Handgelenksbereich, Einblutungen nach Sturz, Tumore oder Weichteilschwellungen z.B. in der Schwangerschaft geschehen. Diese Ursachen können zu einer Druckerhöhung im Karpaltunnel und somit zu Beschwerden führen.

Welche Symptome können auftreten?

Die Beschwerden können zu einem Kribbelgefühl und Schmerzen im Ringfinger und Kleinfinger führen. Häufig sind die Schmerzen nachts verstärkt. Die Beschwerden bestehen meist über einen längeren Zeitraum und treten selten akut auf. Die Schmerzen können bei verstärkter Belastung hervorgerufen werden, z.B. beim Autofahren, telefonieren, Sport. Später kann es zu Taubheitsgefühlen mit Einschränkung der Kraftentfaltung kommen. Bei länger anhaltenden Beschwerden ist eine Schrumpfung der Daumenballenmuskulatur möglich.

Wie stellt der Arzt ein CTS fest?

Der Arzt untersucht zuerst die Funktion der Hand und des Handgelenkes. Geprüft werden die motorischen Fähigkeiten sowie das Gefühl. Der Arzt führt eine genaue Untersuchung durch, ob bereits äußerlich erkennbare Veränderungen eingetreten sind. Es gibt mehrere Untersuchungstechniken, bei denen die Beschwerden provoziert werden können, sog. Provokationstests, deren Ergebnis zur Diagnose eines Karpaltunnelsyndroms führen. Eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung wird durchgeführt. Weiterhin erfolgt eine röntgenologische Untersuchung der Knochen.

Wie wird das CTS behandelt?

Vorerst besteht die Möglichkeit der konservativen Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten, Ruhigstellung in einer Schiene, Schonung des Handgelenkes. Wenn diese Maßnahmen nicht zur Besserung der Beschwerden führt, ist in Absprache mit Ihrem behandelndem Arzt die operative Therapie möglich. Der Karpaltunnel wird in einer kleinen operativen Sitzung offen gespalten, sodass der Druck auf den darin befindlichen Nerven reduziert wird. Die Wahl des für Sie geeigneten Verfahrens ist von den Untersuchungsbefunden abhängig und wird individuell entschieden.

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Sulcus ulnaris Syndrom

Was ist das Sulcus ulnaris Syndrom?

Es handelt sich hier um eine Druckschädigung des Ellennerves im Ellenbogen, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Die Druckschädigung kann z.B. durch häufig wiederholte Bewegungen auftreten, die kleinste Schädigungen am Nerven verursachen. Weiterhin sind auch ein einmaliges Unfallereignis, sowie Entzündungen, neu gebildete, einengende Knochenausziehungen oder auch Tumore als Ursache für eine Druckschädigung denkbar.

Welche Symptome können auftreten?

Es treten Kribbelgefühle an der außenliegende Handkante auf, die schmerzhaft sein können. Bei längerer Beschwerdedauer können diese Schmerzen auch wieder abnehmen und die Bildung einer "Krallenhand" ist möglich, da sich die, durch den geschädigten Nerven schlechter versorgten Handmuskeln, zurückbilden. Weiterhin kann es zu einer Bewegungseinschränkung des Handgelenkes in der Beugung und Seitneigung nach innen kommen.

Wie stellt der Arzt ein Sulcus ulnaris Syndrom fest?

Der Arzt führt eine genaue Untersuchung am Ellenbogen, am Handgelenk und an der Hand durch, da eventuell bereits eingetretene Beschwerden genau dokumentiert werden müssen. Weiterhin werden spezifische klinische Untersuchungstests durchgeführt, die zu einer Absicherung der Diagnose führen. Die Nervenleitgeschwindigkeit wird gemessen. Weiterhin wird eine röntgenologische Untersuchung des Ellenbogens erfolgen. In seltenen Fällen muss eine erweiterte Diagnostik, z.B. eine CT- oder MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

Wie wird das Sulcus ulnaris Syndrom behandelt?

Prinzipiell ist vorerst eine konservative Therapie möglich, wenn sich kein auffälliger Befund bei der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit findet. Die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten kann zu einer Linderung der Beschwerden beitragen, ggf. wird eine entlastende Unterarmschiene kurzfristig angepasst. Bei sportlichen Tätigkeiten kann eine Ellenbogenbandage getragen werden.

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zum Erfolg kann eine Operation notwendig sein. Die Beseitigung der Ursache, die zu einer Schädigung des Nerves führt, ist prinzipiell in unterschiedlichen Verfahren möglich. Unterschieden werden eine Beseitigung der Engstelle und eine Verlagerung des Nerves. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, ist abhängig von der einwirkende Ursache und werden wir Ihnen gerne erläutern.

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