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Verwendung von Knochenwachstumsfaktoren bei Wirbelsäulenversteifungen

Was sind Wachstumsfaktoren?

Wachstumsfaktoren sind Polypeptide (Eiweiße), die im Körper in sehr geringen Mengen in natürlicher Weise vorkommen. Wachstumsfaktoren regulieren zum Beispiel Zellfunktionen, die Kommunikation von Zellen untereinander und die Zellneubildung. Knochenwachstumsfaktoren wirken vorwiegend auf den Knochen und können Knochen auf-, aber auch abbauen.

Welche Knochenwachstumsfaktoren gibt es?

Es gibt sehr viele Wachstumsfaktoren, die auf den Knochen wirken. Dazu gehören zum Beispiel BMP´s, GDF´s, IGF´s, TGF´s oder auch das Wachstumshormon GH. Die wichtigste Gruppe der knochenbildenden Wachstumsfaktoren sind die BMPs (Bone Morphogenetic Proteins). Die wichtigsten Vertreter dieser Gruppe sind wiederum das BMP-2 und das BMP-7 (OP-1). BMP-2 und BMP-7 können mittlerweile synthetisch hergestellt werden und sind als Medikamente für die Behandlung von Patienten zugelassen.

Wie wirken Knochenwachstumsfaktoren?

Knochenwachstumsfaktoren wie BMP-2 und BMP-7 stimulieren die Knochenneubildung und Knochenheilung, indem sie Zellen zur Knochenbildung anregen. Wichtig ist dies vor allem bei sog. Fusionsoperationen, da hier das Ziel der Operation darin liegt, eine knöcherne Verbindung im Bewegungssegment herzustellen.

Wie werden Knochenwachstumsfaktoren eingesetzt?

Knochenwachstumsfaktoren wie BMP-2 und BMP-7 sind flüssige Medikamente die auf ein Kollagenflies aufgetragen werden und anschließend an den Knochen angelagert werden.

Wann werden Knochenwachstumsfaktoren eingesetzt?

Knochenwachstumsfaktoren können bei Fusionsoperationen eingesetzt werden. Bei Fusionsoperationen wird normalerweise körpereigener Knochen entnommen, um eine knöcherne Verbindung zwischen den Bewegungssegmenten zu erreichen. Für diese Knochenentnahme ist jedoch eine zusätzliche Operation am Beckenkamm erforderlich.
Diese Zusatzoperation kann durch den Einsatz von Knochenwachstumsfaktoren vermieden werden. Auch wenn aufgrund von Voroperationen mit Knochenentnahme die körpereigenen Knochenreserven erschöpft sind, können Knochenwachstumsfaktoren hilfreich sein.
Da Knochenwachstumsfaktoren aber auch Nebenwirkungen haben können, wie zum Beispiel Allergien, überschießende Knochenbildung, etc., werden sie bevorzugt bei schwierigen Revisionsoperationen eingesetzt.
Wir beraten Sie gerne darüber, ob der Einsatz von Knochenwachstumsfaktoren bei Ihnen hilfreich ist.

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