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Intraoperative Computertomographie (CT)

Was ist "intraoperative Computertomographie"?

Intraoperative Computertomographie bedeutet, dass eine Computertomographie (CT) während einer Operation durchgeführt wird. Hierfür wird die Operation kurz pausiert und der Patient in Narkose ohne Umlagern in einem speziellen Computertomographen direkt im OP-Saal untersucht. Dies erfordert eine aufwändige technische Ausstattung des OP-Saals und ein perfekt eingespieltes OP-Team, da natürlich höchste Anforderungen an die Sterilität gestellt werden und eine zeitliche Verzögerung nicht tolerierbar ist.
Dementsprechend gibt es in Deutschland nur wenige Kliniken, die dieses Verfahren anbieten. Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main kann Erfahrungen mit der intraoperativen Computertomographie über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren aufweisen und gehört damit in Deutschland zu den Vorreitern auf diesem Gebiet.

Welchen Vorteil bietet eine intraoperative Computertomographie?

In der Wirbelsäulenchirurgie werden oft Implantate in der Nähe von hochempfindlichen Strukturen des Körpers, z.B. dem Rückenmark, eingebracht. Eine Fehlplatzierung kann mitunter gravierende Folgen für den Patienten haben. Die während der OP durchgeführte CT ermöglicht zum einen eine navigierte Schraubenplatzierung und zum anderen sofortige Lagekontrolle dieser Implantate kurz nach der Implantation, so dass der Chirurg unmittelbar reagieren und eine Korrektur vornehmen kann, bevor der Patient zu Schaden kommen könnte. Dies bedeutet einen erheblichen Zugewinn an Sicherheit für den Patienten.

Worin unterscheidet sich eine intraoperative Computertomographie von einer normalen Computertomographie?

Technisch gesehen unterscheidet sich eine intraoperative CT nicht von einer z.B. beim Radiologen durchgeführten konventionellen CT. Die Qualität der Bilder ist identisch, die Strahlenbelastung ebenso.

  1. Für den Operateur bietet eine intraoperative Computertomographie jedoch mehrere Vorteile: Bei der Bilderstellung befindet sich der Patient in der Lage, in der auch operiert wird. Dies kann insbesondere bei instabilen Situationen von Bedeutung sein, wenn die Anatomie z.B. in Rückenlagerung eine andere ist als in Bauchlagerung. Dies erhöht beispielsweise auch die Genauigkeit der intraoperativen Computernavigation.
  2. Die intraoperative CT bietet die Möglichkeit, ohne Zeitverlust und ohne Notwendigkeit der Umlagerung und Beendigung der OP eine sofortige Kontrolle des OP-Ergebnisses vorzunehmen und bei möglichen Problemen sofort einzugreifen.
  3. Bei der intraoperativen CT ist der Patient in Narkose und bewegt sich nicht. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit von Bewegungsartefakten deutlich reduziert.

Wenn es an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt am Main die Möglichkeit einer intraoperativen Computertomographie gibt, muss ich dann trotzdem vor der Operation eine Computertomographie durchführen lassen?

Die intraoperative Computertomographie dient im Wesentlichen der Kontrolle des OP-Ergebnisses. Für die Diagnosestellung und die Entscheidung, ob überhaupt operiert werden muss, ist in vielen Fällen dennoch eine vorherige konventionelle CT erforderlich.

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