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Multimodales konservatives Therapiekonzept bei Wirbelsäulenerkrankungen - Neurochirurgische Schmerztherapie

Was wird unter dem Begriff "chronischer Schmerz" zusammengefasst?

Ein über die normale Heilungszeit von Erkrankungen oder Verletzungen hinaus noch verbleibender Schmerz hat seine natürliche Warnfunktion verloren und geht nach mehrmonatigem Verlauf oft auch mit körperlichen sowie seelischen Veränderungen einher. Es entsteht eine eigenständige Schmerzkrankheit, auch mit der Entwicklung eines Schmerzgedächtnisses, und nicht selten drängt sich der chronische Schmerz in den Mittelpunkt des Lebens.

Wer bedarf einer speziellen neurochirurgischen Schmerztherapie?

Auch nach der Ausschöpfung ursächlicher Behandlungsmethoden leiden mehrere Millionen Menschen in Deutschland unter chronischen Schmerzen. Etwa jeder zehnte Betroffene kann nur mittels umfassender konservativ-medikamentöser Maßnahmen behandelt werden und es wird im Falle der weiterhin unzureichenden Beschwerdeminderung dann ein operativer schmerztherapeutischer Eingriff in Erwägung gezogen.

Was ist das Ziel der neurochirurgisch orientierten Schmerztherapie?

Im Rahmen einer operativen neurochirurgischen Therapie wird überwiegend eine wieder umkehrbare Beeinflussung der Nervenbahnen, insbesondere auf der Rückenmarksebene angestrebt, die dann eine Weiterleitung der zum Schmerzerleben führenden Signale hemmt.

Darüber hinaus kommen bei geeigneten Krankheitsbildern auch Unterbrechungen der Nervenbahnen, zum Beispiel im Bereich kleinerer gefühlsvermittelnder Nervenäste, in Betracht.

Wie funktioniert die rückenmarksnahe Medikamentengabe?

Mittels eines im Wirbelkanal endenden dünnen Kathetersystems wird ein Medikament in einer vergleichsweise sehr niedrigen Dosierung in den rückenmarksnahen Nervenwasserraum eingebracht und entfaltet dort gezielt seine schmerzhemmende, beziehungsweise spastikhemmende, Wirkung. Unter Berücksichtigung des im Tagesverlaufs wechselnden Bedarfs des Betroffenen erfolgt eine angepasste Abgabe des Wirkstoffes über eine in die Bauchdecke implantierte wiederauffüllbare, programmierbare Medikamentenpumpe.

Rückenmarksnahe MedikamentengabeRückenmarksnahe Medikamentengabe
 

Welchen Vorteil bietet die rückenmarksnahe Stimulation?

Eine in örtlicher Betäubung in den Wirbelkanal eingelegte Elektrode gibt kleine elektrische Impulse an die schmerzhemmenden Rückenmarkstrukturen ab und erzeugt Kribbelgefühle, die den schmerzenden Bereich überdecken. Nach einer mehrtägigen, erfolgreich verlaufenen Probephase wird dann ein auch durch den Betroffenen programmierbarer "Schrittmacher" in die Bauchdecke eingepflanzt.
Oft kann so im weiteren Verlauf auf eine Einnahme der Schmerzmedikamente verzichtet werden.

Rückenmarksnahe StimulationRückenmarksnahe Stimulation
 

Was bedeutet eine minimal-invasive Nervenausschaltung?

Nach dem Einstich einer Nadel, gegebenenfalls auch unter Bildwandlerkontrolle wird der den chronischen Schmerz vermittelnde Nerv aufgesucht und sodann in entsprechender Betäubung die Nervenbahn durch eine kontrollierte Hitzeeinwirkung funktionell ausgeschaltet. So kann zum Beispiel auch nach einer Nervenverletzung dann eine Weiterleitung der zum Schmerzerleben führenden Signale unterbunden werden.

Welche Bedeutung haben einige der schmerztherapeutischen Fachausdrücke?

Neuromodulation
Rückenmarksnahe Stimulation
Intrathekale Morphinapplikation
Rückenmarksnahe Medikamentengabe
Intrathekale Baclofen-Therapie
Rückenmarksnahe Medikamentengabe
Neurostimulation
Rückenmarksnahe Stimulation
Spinal Cord Stimulation
Rückenmarksnahe Stimulation
Dorsal Column Stimulation
Rückenmarksnahe Stimulation
Hinterstrangstimulation
Rückenmarksnahe Stimulation
Thermokoagulation
minimal-invasive Nervenausschaltung
Thermodenervation
minimal-invasive Nervenausschaltung
Facettenkoagulation
minimal-invasive Nervenausschaltung
Radiofrequenzläsion
minimal-invasive Nervenausschaltung

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