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Stabilisierungs- und Dekompressionsoperationen

Was sind Stabilisierungsoperationen?

Bei Stabilisierungsoperationen werden z. B. mit einem Schrauben-Stabsystem oder einem Platten-Schraubensystem mehrere Wirbelsäulensegmente operativ stabilisiert.

Was sind Dekompressionsoperationen?

Bei Dekompressionsoperationen wird durch Entfernung knöcherner oder bindegewebiger Strukturen Platz für das eingeengte Rückenmark und/oder eingeengte Spinalnerven geschaffen.

Wann ist eine Stabilisierungsoperation an der Wirbelsäule notwendig?

Im Rahmen von Unfällen, bei denen ein instabiler Wirbelbruch diagnostiziert worden ist, besteht die dringende Notwendigkeit zur Stabilisierung des betroffenen Bewegungssegmentes. Aber auch durch Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule können Instabilitäten in den Wirbelsegmenten auftreten (z.B. Wirbelgleiten = Spondylolisthese), die eine Stabilisierung notwendig machen um die Beschwerden zu lindern. Auch im Rahmen einer ausgedehnten Dekompressionsoperation kann eine Stabilisierung von Wirbelsegmenten notwendig werden. Stabilisierungsoperationen sind auch bei Tumorerkrankungen und Infektionen der Wirbelsäule erforderlich.

Welche Arten von Stabilisierungsoperationen gibt es?

  • Dorsale monosegmentale Stabilisierung: Stabilisierung eines Bewegungssegmentes (zwei benachbarte Wirbel) von hinten durch ein Schrauben/Stabsystem.
  • Dorsale bisegmentale Stabilisierung: Stabilisierung von zwei Bewegungssegmenten (drei benachbarte Wirbel), meist unter Auslassung des frakturierten Wirbels, durch ein Schrauben/Stabsystem.
  • Ventrale Stabilisierung: Bei Frakturen ist je nach Typ der Wirbelkörperfraktur eine zusätzliche Stabilisierung des verletzten Bewegungssegmentes von vorn notwendig. Hierbei kann körpereigener Knochen (aus dem Beckenkamm) oder ein Cage verwendet werden.
  • PLIF: "Posterior Lumbar Interbody Fusion" ist eine Operationstechnik zum Verschmelzen von Lumbalwirbeln vom Rücken aus. Hier wird nach der Entfernung der Bandscheibe diese durch zwei Titankörbchen (Cages) ersetzt. Zusätzlich erfolgt eine Stabilisierung durch ein Schrauben/Stabsystem.
  • TLIF: "Transforaminal Lumbar Interbody Fusion" ist die Weiterentwicklung der PLIF Technik bei der ein nierenförmiger Cage nach Entfernung eines Facettengelenkes über das nun freiliegende Neuroforamen in den ausgeräumten Bandscheibenraum eingebracht wird. Zusätzlich erfolgt eine Stabilisierung durch ein Schrauben/Stabsystem.
  • ALIF: "Anterior Lumbar Interbody Fusion" ist eine Operationstechnik zum Verschmelzen von Lumbalwirbeln von vorn. Hierbei erfolgt ein Zugang über den Bauch und es wird nach dem Entfernen der Bandscheibe diese durch ein Titankörbchen (Cage) ersetzt. In vielen Fällen wird der Cage zusätzlich mit einer Platte gesichert.

Wie ist die Nachbehandlung nach einer Stabilisierungsoperation an der Wirbelsäule?

Die Nachbehandlung hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung (Verletzungen, Verkrümmungen, Infektionen, Bandscheibenvorfall, Tumoren) ab, aufgrund derer die Operation durchgeführt wurde. Im Allgemeinen darf der Patient am Tag nach der Operation aufstehen. Je nach zugrunde liegender Erkrankung wird über das zusätzliche Tragen eines Korsetts entschieden.

Werden Stabilisierungs- und Dekompressionsoperationen an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt am Main durchgeführt?

Wir haben eine langjährige Erfahrung mit allen Arten von Stabilisierungs- und Dekompressionsoperationen und bieten alle Operationsverfahren in Abhängigkeit des Verletzungs- und Erkrankungsmusters an.

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