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Bandscheibenvorfall

Symptome und Ursachen

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule liegen die Bandscheiben. Sie bestehen aus einem äußeren Faserknorpelring und einem wasserreichen Gallertkern, der es ihnen ermöglicht, Druck- und Stoßkräfte gleichmäßig auf die angrenzenden Deck- bzw. Grundplatten der benachbarten, mit ihnen verbundenen Wirbel zu verteilen und zu dämpfen. Treten Teile der Bandscheiben in den Wirbelkanal (Spinalkanal) ein – den Raum in dem die Nerven und das Rückenmark liegen – dann spricht man von einem Bandscheibenvorfall, auch Bandscheibenprolaps (Abbildung 1). Meist ist der Wirbelkanal auf Höhe der Lendenwirbelsäule betroffen (lumbaler Bandscheibenvorfall, Abbildung 1), seltener auch im Bereich der Halswirbelsäule (zervikaler Bandscheibenvorfall, Abbildung 2).

Ein Bandscheibenvorfall muss nicht zwangsläufig große Schmerzen hervorrufen. Erst wenn das Rückenmark oder die Nerven beeinträchtigt werden, treten starke Schmerzen auf. Diese strahlen dann häufig in die Extremitäten aus und werden von Taubheitsgefühlen im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nerven, gelegentlich auch von Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen sowie Gangunsicherheit begleitet. Bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall können zusätzliche Symptome wie Stuhl- und Harninkontinenz auftreten. Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall liegen oft in einer Überlastung der vorgeschädigten Bandscheiben oder an einer genetischen Schwäche der Proteinmoleküle, die die Bandscheibe zusammenhalten. Im Laufe des Lebens kommt es bei allen Menschen zum Verschleiß der Bandscheiben, die Faserringe werden rissig und die Gallertkerne können austreten, so dass ein Bandscheibenvorfall auch ohne äußeren Anlass auftreten kann.

BandscheibenvorfallAbbildung 1
BandscheibenvorfallAbbildung 2
 

Bei der sogenannten Bandscheibenprotrusion (auch Bandscheibenvorwölbung oder inkompletter Bandscheibenprolaps) handelt es sich um eine degenerative Veränderung der Bandscheiben. Hierbei wird der Faserknorpelring der Bandscheiben nicht oder nur geringfügig durchgerissen. Er gibt stattdessen nach und beult sich an der schwächsten Stelle durch den Quelldruck des Gallertkerns nach außen vor. Eine Bandscheibenprotusion kann - muss aber nicht - auf einen drohenden Bandscheibenvorfall hindeuten.

Diagnose, Therapie und Operationsverfahren

Ein Bandscheibenvorfall lässt sich durch bildgebende Untersuchungsverfahren sichtbar machen und eindeutig diagnostizieren. Wir verwenden dazu in der Regel die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) und in seltenen Fällen die Computertomografie (CT).

Die Therapie hängt von der Art des Bandscheibenvorfalls und der Symptome ab. Oft ist eine nicht-operative (konservative) Behandlung (z. b. Mikrotherapie) möglich. Sind die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, sind die Schmerzen zu intensiv oder bestehen neurologische Ausfälle, kann auch operativ behandelt werden.

Der operative Eingriff wird von uns unter dem Operationsmikroskop (Abbildung 3) in mikrochirurgischer Technik (Schlüssellochprinzip, Abbildung 4) oder in endoskopischer Technik (Endoskop, Abbildung 5) durchgeführt. Dank unserer hervorragenden Ausstattung ist es uns möglich, das im Spinalkanal befindliche Bandscheibengewebe mit höchster Präzision zu entfernen. Der Klinikaufenthalt lässt sich durch diese schonende, minimal-invasive OP-Methode auf 2-3 Tage reduzieren. Bereits am Tage nach der Operation können die Patienten wieder aufstehen und mit physiotherapeutischen Übungen beginnen.

BandscheibenvorfallAbbildung 3
BandscheibenvorfallAbbildung 5
BandscheibenvorfallAbbildung 4
 

Unsere Leistungen

  • multimodales konservatives Therapiekonzept Mikrotherapie (dazu gehört zum Beispiel die CT- gestützte Infiltrationen der Nerven – PRT- oder des Epiduralraums – EDT)
  • minimalinvasive Operationen unter dem OP-Mikroskop und endoskopische Operationen
  • ein Höchstmaß an Präzision und Sicherheit durch die Nutzung eines voll integrierten Operationssaals (BrainSuite iCT) und modernster Technik (Neuromonitoring, CT im OP, Mikroskop, Endoskop, etc.)
  • lektrophysiologisches Monitoring zur Kontrolle der Nervenfunktionen während der OP Implantation von Bandscheibenprothesen bei isolierter, ausgeprägter Schädigung der Bandscheibe
  • erfahrene und hervorragend ausgebildete OP-Teams aus Chirurgen, Anästhesisten und Fachpflegekräften, Physiotherapeuten und Schmerztherapeuten
  • eine im Rhein-Main-Gebiet einzigartige interdisziplinäre Zusammenarbeit von Orthopäden, Neurochirurgen, Unfallchirurgen und Chirurgen in einer Abteilung, die sich gemeinsam um die Patienten kümmern

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