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Mikrotherapie

Was versteht man unter Mikrotherapie?

Als Mikrotherapie an der Wirbelsäule werden minimalinvasive Behandlungsverfahren bezeichnet, bei denen Ihr Arzt über Injektionsnadeln Schmerzmedikamente, Kortison und/oder Radiofrequenzenergie (Wärme) im Bereich schmerzhafter Strukturen der Wirbelsäule appliziert.

Während der Untersuchung wird die Lage der Injektionsnadeln wiederholt mittels Röntgendurchleuchtung oder Computertomographie kontrolliert und ggfs. korrigiert. Dieses dient der korrekten Positionierung der Injektionsnadeln vor Applikation der Medikamente.

Wo erfolgt die Mikrotherapie in der BGU Frankfurt?

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen die Mikrotherapie angeordnet hat erhalten Sie kurzfristig einen Termin in unserer Infiltrationsambulanz. Die Mikrotherapie wird durch die Ärzte unseres Zentrums unter bestimmten Voraussetzungen auch ambulant durchgeführt. Nach der ambulanten Behandlung können Sie sofort aufstehen. Sie sollten aber innerhalb der nächsten 6 Stunden nicht selbst ein Kraftfahrzeug führen.

Welche Arten der Mikrotherapie werden an der BGU Frankfurt durchgeführt?

Facettengelenksinfiltration

Bei der Facettengelenksinfiltration wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle gezielt eine dünne Hohlnadel an das schmerzhafte Wirbelgelenk gebracht. Über die Hohlnadel wird dann zu diagnostischen Zwecken ein örtliches Betäubungsmittel und ggf. zusätzlich eine geringe Menge Kortison (bei therapeutischer Infiltration) injiziert.

Häufig angewendet wird dieses Verfahren z.B. bei Rückenschmerzen bedingt durch einen Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke.

Iliosacralgelenksinfiltration

Bei der Iliosacralgelenksinfiltration wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle gezielt eine dünne Hohlnadel in das schmerzhafte Kreuz-Darmbein-Gelenk eingeführt. Über die Hohlnadel wird dann ein örtliches Betäubungsmittel und eine geringe Menge Kortison in das schmerzhafte Kreuz-Darmbein-Gelenk injiziert.

Häufig angewendet wird dieses Verfahren z.B. bei Rückenschmerzen bedingt durch eine Blockade oder einen Verschleiß des Iliosacralgelenkes.

Facettengelenksdenervation

Bei der Facettengelenksdenervation wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle jeweils eine dünne Hohlnadel gezielt an die durch eine Facettengelenksinfiltration identifizierten schmerzhaften Wirbelgelenke gebracht. Danach wird mit einem Reizstrom, welcher kurzfristig die Ihnen bekannten Beschwerden auslösen sollte, die korrekte Nadelposition überprüft. Ist diese korrekt, erfolgt über die lokale Anwendung von Radiofrequenzenergie (Wärme) über einen Zeitraum von 60 Sekunden, die Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern. Dieser Ablauf wiederholt sich für jedes kleine Wirbelgelenk, welches als beschwerdeursächlich angesehen wurde.

In der Regel werden damit Rückenschmerzen behandelt, die durch einen Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke bedingt sind und deren Beschwerdeursächlichkeit per Facettengelenksinfiltration nachgewiesenen wurde.

Iliosakralgelenksdenervation

Wenn die Infiltration des Iliosakralgelenkes wiederholt eine deutliche Beschwerdereduktion erbrachte, kann eine Denervation des Iliosakralgelenkes eine längerfristige Schmerzreduktion erreichen. Bei der Denervation des Kreuz-Darmbein-Gelenkes (ISG) werden in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle dünne Hohlnadeln gezielt an die schmerzhaften Areale des jeweiligen Iliosakralgelenkes gebracht. Danach wird mit einem Reizstrom, welcher kurzfristig die Ihnen bekannten Beschwerden auslösen sollte, die korrekte Nadelposition überprüft. Ist diese korrekt, erfolgt über die lokale Anwendung von Radiofrequenzenergie (Wärme) über einen Zeitraum von 60 Sekunden, die Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern.

In der Regel werden damit Rückenschmerzen behandelt, die durch einen Verschleiß des Kreuz-Darmbeingelenkes (ISG) bedingt sind und deren Beschwerdeursächlichkeit per ISG-Infiltration nachgewiesenen wurde.

Discographie

Als Discographie bezeichnet man die Darstellung einer Bandscheibe mittels eingebrachten Röntgenkontrastmittels. Bei der Discographie wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle eine dünne Hohlnadel gezielt in die zu untersuchende Bandscheibe eingeführt. Durch das Einspritzen eines Kontrastmittels kann die Bandscheibe dargestellt und Ihr Schmerzverhalten untersucht werden. Abschließend kann noch ein lokales Betäubungsmittel in die Bandscheibe eingebracht werden, welches meist zu einer deutlichen Beschwerdereduktion führt.

Die Discographie ist nur selten erforderlich und dient der Klärung des Ausmaßes einer Operation.

Epiduralraumtherapie (EDT)

Bei der Epiduralraumtherapie wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle gezielt eine dünne Hohlnadel in den Spinalkanal eingeführt und Kortison in den bindegewebigen Raum außerhalb der Dura (Hirnhaut) eingebracht.

Häufig angewendet wird dieses Verfahren z.B. bei Rückenschmerzen und/oder Beinschmerzen bedingt durch einen Verschleiß der Wirbelsäule mit Verengung des Spinalkanales oder Bandscheibenvorfall.

Periradikuläre Therapie (PRT)

Bei der periradikuläre Therapie wird in Bauchlage unter Röntgen- oder CT-Kontrolle gezielt eine dünne Hohlnadel in die Nähe der ausgewählten schmerzhaften Nervenwurzel gebracht. Über die Hohlnadel wird dann ein örtliches Betäubungsmittel und eine geringe Menge Kortison injiziert.

Häufig angewendet wird dieses Verfahren z.B. bei Beinschmerzen bedingt durch einen Bandscheibenvorfall oder eine knöcherne Einengung der Nerven beim Austritt aus der Wirbelsäule.

Wann kann keine Mikrotherapie durchgeführt werden?

Die Mikrotherapie kann nicht erfolgen, wenn bei Ihnen eine Störung der Blutgerinnung vorliegt. Wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente wie z.B. Marcumar, Plavix oder neuere Antikoagulantien dauerhaft einnehmen, müssen diese Medikamente vor der Durchführung der Mikrotherapie durch andere Medikamente zur Gerinnungshemmung z.B. Heparinspritzen ersetzt oder zwischenzeitlich abgesetzt werden.
Falls Sie nicht wissen ob Sie diese Medikamente absetzten oder ersetzten dürfen, empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Kardiologen. Falls eine Allergie gegen die bei der Mikrotherapie verwendeten Medikamente besteht oder gerade eine Entzündung der Wirbelsäule, des Gehirnes oder der Hirnhäute behandelt wird, kann die Behandlung ebenfalls nicht erfolgen.

Wie lange hält der Effekt der Mikrotherapie?

Bei diagnostischer Infiltration hält der Effekt der Spritzen jeweils nur Stunden an. Bei therapeutischer Infiltration kann die Wirkung mehrere Tage bis Wochen anhalten. Bei der Durchführung einer Denervation kann die erzielte Schmerzreduktion bis zu mehreren Jahren anhalten.

Bilder

Mikrotherapie 1a
Mikrotherapie 1b
Mikrotherapie 1c
 
PRT L5 linksPRT L5 links
EDT in Höhe L4/5EDT in Höhe L4/5
 

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